Ich bin also wieder zu Hause, merke ich

Es gibt Mistkübel auf der Straße. Das Klopapier kommt ins Klo.
Ich schau nicht mehr, ob mich jemand beobachtet wenn ich Geld abhebe.
Um sechs ist der Tag noch nicht vorbei.
Die Polizei ist ein Grund bei rot stehen zu bleiben. Und auch ein Grund etwas Angst zu haben.
Das ist aber kein Radweg – rufen sie mir zu.
Das Wasser lass ich zögernd rinnen, es kommt ja nicht vom Regenwassertank.
Selbst die Mittagssonne fühlt sich harmlos an.
Die Leute sehen so gebildet aus, unterhalten sich aber nur darüber, wieviele Chesterfieldjacken sie gekauft haben.
Man fragt nach dem Weg und sie geben zu meiner Freude zu, es nicht zu wissen. Wie weit ist es, 10 Minuten? frage ich. Die Antwort ist nicht si. Eher 15, sagen sie.
Ich höre Fahrradklingeln und sehe Fahrradhelme. Luftiges Gewand bei Frauen.
Die Strasse schweigt. Gelbe Autos sieht man kaum. Alle warten und niemand geht drüber.
Ausser ich.
Die Ubahn ist voll, ärgern sich die Leute und ich schmunzle.
Ich entschuldige mich mit einem Zwanziger zu zahlen. Und zahle beim nächsten mal sogar mit einem Hunderter.
Ein Bussi bei der Begrüßung und die Köpfe kollidieren.
Ich friere nicht mehr in den klimatisierten Reisebussen.
Hallo ersetzt ein gehudeltes Hola que tal como te ha ido bien gracias que te vaya bien.
Und keiner will meine Passnummer wissen.

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Und die Täler

Abends, wenn alle Menschheit ruht, wandere ich am Mond.

Chile

Es bot sich mir die Möglichkeit an, gute Freunde von meinem Freund in Chile zu besuchen. Während Kolumbien sehr rar an Jahreszeitenwechsel ist, sind wir in Chile im rotgelben Spätherbst angekommen. Ein paar Stunden mit dem Auto aus Santiago entfernt atmen wir eisige Winterluft.

Abschluss

Viel Zeit ist vergangen, viele Tage geschnitten, 27 Minuten sind geboren. Ein Dokumentarfilm über Freiräume in der Bildung. Dieser Film bildet auch den Abschluss meiner Kurse an der Nacional und die Reisezeit kann beginnen.